Landesverband Saarland

Einladung zur hybriden Fachveranstaltung „Soziale Arbeit 4.0“ (Fachveranstaltung vor Ort und digitale Teilnahme per Videokonferenz)

19.07.2020

Von: Michael Leinenbach

Gerade durch die Corona Pandemie muss erkannt werden, wie wichtig auch die neue „Soziale Arbeit 4.0“ für die Profession Soziale Arbeit, aber auch für unsere Gesellschaft wird. Durch den Ansatz „Soziale Arbeit 4.0.“ rückt auch die Bildung, wie bereits in den Ursprüngen der Sozialen Arbeit von den Gründerinnen entwickelt und in der konkreten Arbeit angewendet wurde, wieder in den Fokus.

Digitalisierung und Robotik in unserer Gesellschaft ist gleichzeitig als „Fluch und Segen“ anzusehen. Einerseits kann sich Gesellschaft einer Entwicklung in die Zukunft nicht verwehren, andererseits muss Gesellschaft auch die Gefahren berücksichtigen, die daraus erfolgen können. Ein naives Herangehen an die Digitalisierung kann nicht kalkulierbare Folgen mit sich bringen.

Neue Gesellschaftsmodelle müssen entwickelt werden, in denen Gerechtigkeit und Solidarität eine bedeutendere Rolle erhalten als in der letzten Zeit.

Der Einsatz von Assistenzsystemen im Rahmen der Digitalisierung muss intensiv geprüft werden, da diese auch als Kontrollsysteme benutzt werden können und es bedarf daher einer entsprechenden Regulierung. Auch die Robotik ist genau zu betrachten und das Pro und Conra abzuwägen. In diesem Zusammenhang muss beachtet werden, dass aufgrund von Digitalisierungsprozessen erhobene Daten möglicherweise auch fremd genutzt werden, da die Professionsangehörigen im digitalen Zeitalter nur noch Nutzer nicht aber mehr Kontrolleure der benutzten Datensysteme sind.

Soziale Arbeit wird durch die Digitalisierung gleich mehrfach betroffen. Einerseits betrifft es die Profession im beruflichen Handeln und andererseits ist sie im gesellschaftlichen Kontext damit konfrontiert. Durch die „Digitalisierung“  bekommt die Berufsethik eine noch stärkere Bedeutung, sich ethisch mit dem Thema „Digitalisierung“ zu beschäftigen und eine Haltung zu entwickeln.

Auch aus der internationalen Definition der „Sozialen Arbeit“ heraus ergeht an die Profession der Auftrag, sich intensiv in die gesellschaftliche Diskussion einzumischen und die dort vorgegebenen Haltungsfragen zu thematisieren.

Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession ist daher gefordert sich dem Thema Digitalisierung zu stellen, eine Agenda zu entwickeln und die immer wiederkehrenden Ansprüche an die Profession zu erkennen und Lösungen zu erarbeiten.

Mit der hybriden Fachveranstaltung „Soziale Arbeit 4.0“  (Digitalisierung und Robotik in der Sozialen Arbeit -) wollen die Veranstalter_innen einen Einstieg in den Diskurs und die Debatte finden.
 

Online-Einladung 
 

Archivheft 2/2019 des "Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V." zum "Soziale Arbeit in der digitalen Transformation"

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